Häufig gestellte Fragen zum Thema Akkus, Batterien und Ladetechnik (FAQ’s)

 

englisch: Frequently Asked Questions

Gibt es einen Unterschied zwischen NiCd- und NiMH-Akku-Packs?

NiMH Akkus sind die Einzigen, die keine Schwermetalle enthalten, weshalb sie umweltfreundlicher sind. Ein weiterer Vorteil des NiMH-Akkupacks im Vergleich zum NiCd-Akkupacks ist u.a. der, daß dieser bei gleicher Baugröße eine höhere Kapazität (Ah) aufweist.

Amperestunden (Ah) ist ein Maß für die Speicherfähigkeit des Akkus und bedeutet die entnehmbare Kapazität ; A=Ampere mal Zeiteinheit h=Stunden.
Diese Größe ist bei NiMH aufgrund der Zellen-Chemie höher. Beide Akku-Typen können mit allen aktuellen Ladegeräten, die modernste Ladetechnologie aufweisen, geladen werden!

In welchem Ladezustand werden Akkus ausgeliefert?

Akkuzellen werden grundsätzlich während der Produktion geladen, um ihre Funktionsfähigkeit prüfen zu können. Je nachdem, wieviel Zeit von der Produktion einer Zelle bis hin zum Verkauf über den Ladentisch verstreicht, verliert der Akku seine Ladung. Vor dem ersten Einsatz ist der Akku zu laden. Ni-CD-Akkus sollten zuvor entladen werden, damit kein Memory-Effekt eintritt.

Wie pflegt man einen Akku?

Das hängt vom System ab. Ein Ni-Cd-Akku muß z.B. vor jedem Laden immer gründlich entladen werden. Dazu verwendet man am besten ein Ladegerät mit Entladefunktion. Allen Akkus tut gelegentliches „Zykeln“ ganz gut: Dabei werden die Akkus mehrmals hintereinander entladen und wieder aufgeladen. Dadurch wird die durch Memory-Effekt eingeschränkte Leistungsfähigkeit wiederhergestellt.

Können Akkus wirklich 1000 mal?

Ja. Jedoch meist nur unter Laborbedingungen, die in der Realität oft nicht erreicht werden können.

Dürfen Zellen beim Laden heiß werden?

Nein. Sie dürfen sich erwärmen, aber nicht wirklich heiß werden. Tun Sie das, sind sie entweder überladen oder defekt. Ein gutes Ladegerät erkennt den plötzlichen Temperaturanstieg und schaltet ab. Ein guter Handy-Akku besitzt einen Thermoswitch, der die Ladefunktion bei ca. 70°C abschaltet und somit eine Überladung und Überhitzung verhindert.

Schadet Schnelladen meinem Akku?

Nein. Das Laden in Schnelladegeräten dauert ca. 1-2 Stunden, im Gegensatz zu über 10 Stunden Ladezeit bei den Normalladegeräten. Der relativ hohe Strom des Schnelladegeräts erfordert allerdings eine besonders zuverlässige Abschaltung, sobald die Volladung erreicht ist.

Wie lange darf ich meine Akkus im Ladegerät lassen?

Bei modernen, elektronisch gesteuerten Ladegeräten besteht keine Gefahr, wenn Sie die Akkus z.B. über mehrere Tage im Gerät lassen. Sie schalten bei Volladung ab oder schalten auf eine geringere Erhaltungsstromstärke um. In einem Ladegerät ohne zuverlässige Abschaltung können die Akkus beschädigt oder zerstört werden, wenn sie nicht rechtzeitig herausgenommen werden. Die maximale Ladedauer bei vorheriger Vollentladung errechnet sich wie folgt:

Ni-Cd-Akkus:
(Kapazität des Akkus x 1,4) : Ladestrom des Ladegeräts

Ni-MH-Akkus:
(Kapazität des Akkus x 1,5) : Ladestrom des Ladegeräts

Spielt die Umgebungstemperatur beim Laden eine Rolle?

Ja. Die Akkus sollten idealerweise bei Raumtemperatur geladen werden. Wir empfehlen den Temperaturbereich von 15°C bis 30°C einzuhalten.

Hat ein neuer Akku sofort seine volle Kapazität zur Verfügung?

Nein. Ein neuer Akku erreicht erst nach ein paar Lade-/Entladezyklen seine volle Kapazität.

Wie merke ich, daß mein Akku bald leer ist?

Bei Geräten mit Ladeanzeigen, z.B. bei den meisten Handys, ist das kein Problem. Ohne Ladeanzeige gibt es jedoch keinen Hinweis auf das Erreichen der sogenannten Geräteabschaltspannung, bei der Ihr Gerät den Betrieb einstellt. Akkus geben Ihre Leistung im Gegensatz zu Batterien über die gesamte Entladezeit gleichmäßig ab, sind dann aber ziemlich plötzlich „am Ende“. Es empfielt sich also, immer einen zweiten, geladenen Akku griffbereit zu haben.

Ist der Akku nach einer Tiefentladung kaputt?

Nicht unbedingt. In vielen Fällen kann er durch mehrfaches „Zykeln“ wieder zum Leben erweckt werden.

Welche Bedeutung hat der Schieber mit dem roten Punkt, den man an manchen Akku-Packs findet?

Er ist als Erinnerungshilfe gedacht. Ist der Akku geladen, stellen Sie den Schieber so, daß der rote Punkt zu sehen ist. So vermeiden Sie eine versehentliche Doppelladung, die bei Ni-Cd-Akkus zum Memory-Effekt und damit zu Kapazitätsverlusten führen kann.

Wie schnell wird ein Akku geladen?

Dies hängt vom jeweils verwendeten Ladegerät ab: Je höher der Ladestrom des Ladegeräts, desto schneller ist der Akku voll. Das Normalladen dauert ca. 10 bis 16 Stunden (die typische „Über-Nacht-Aufladung“). Schnelladen geht in etwa 2 bis 3 Stunden, Ultraschnelladen kann die Akkus schon ab ca. 30 Minuten wieder füllen. Genaue Hinweise bieten die Betriebsanleitungen der Ladegeräte.

Was ist eine intelligente Ladeschaltung?

Eine intelligente Ladeschaltung erkennt präzise das Ladeende und schaltet auf Erhaltungsladung um.

Wie hoch ist die Selbstentladung eines Akkus?

In der Regel verlieren Akkus innerhalb von dei Monaten etwa 80% ihrer Ladung. Die Selbstentladung hängt von der Umgebungstemperatur ab. Je höher die Temperatur, desto größer ist die Selbstentladung über die Zeit.

Was ist Zykeln?

Zykeln ist eine Art „Kur“ für den Akku: Er wird 2- bis 3mal hintereinander entladen und wieder aufgeladen. Dadurch erhält er wieder seine ursprüngliche Kapazität zurück. Regelmäßiges Zykeln empfielt sich für Akkus aller Systeme. auch bei neuen Akkus, deren Lagerzeit und Ladezustand nicht bekannt ist, kann 2- bis 3maliges Zykeln sinnvoll sein.

Soll man den Akku bei längerer Nichtbenutzung aus dem Gerät nehmen?

Ja. Auch im ausgeschalteten Geräte kann ein geringer Strom fließen, der nach längerer Zeit zu einer Tiefentladung führt, die dem Akku schadet und ihn im Extremfall zerstört.

Wo sollte ein Akku gelagert werden?

Der empfohlene Temperaturbereich für Langzeitlagerung liegt zwischen +10°C und +30°C bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50%. Bei langen Lagerzeiten bieten sich der herkömmliche Kühlschrank mit etwa 8 Grad an, da hier die Selbstentladung minimiert wird.

In welchem Zustand sollten Akkus gelagert werden?

Da Akkus innerhalb von mehreren Monaten ihre Ladung verlieren, ist es bei Ni-Cd-Akkus und Ni-MH-Akkus prinzipiell egal, in welchem Zustand sie gelagert werden. Bei längerer Lagerung (länger als ein halbes Jahr) sollte ein Ni-MH-Akku jedoch im vollgeladenen Zustand gelagert werden. Zudem sollte alle 12 Monate mindestens einmal geladen werden. Im Gegensatz dazu besitzen Li-Ion-Akkus eine aktive Elektronik, deren Stromverbrauch den Akku im Laufe der Zeit restlos entlädt. Deshalb müssen Lithium-Ionen-Akkus generell geladen gelagert werden und spätestens nach 12 Monaten wieder nachgeladen werden, sonst kann der Akku zerstört werden.

Muß man speziell bei der Abgabe von Akkus etwas beachten?

Bitte werfen Sie nur entladenen Akkus – und zwar ganz gleich welcher Technologie – in die Sammelboxen beim Handel oder den Kommunen. Entladen sind die Batterien in der Regel dann, wenn das Gerät abschaltet und signalisiert „Batterie leer“ oder das Gerät nach längerer Gebrauchsdauer nicht mehr einwandfrei funktioniert. Haben Sie Zweifel, ob die Akkus entladen sind, kleben Sie die Batteriepole z.B. mit einem Tesastreifen ab, oder geben Sie die Akkus in einen Plastikbeutel. Das gleiche gilt im übrigen auch für nicht wiederaufladbare Lithium-Batterien (Blöcke, Rund- oder Knopfzellen).

Panasonic Akkus - Made in China?

Panasonic / Sanyo errichtete 2013/2104 ein Neues Werk in China. Deswegen gibt es jetzt auch Panasonic Zellen mit Made in China Beschriftung. Es sind keine Kopieen. Artikel wurden mehrfach  getestet und haben die gleichen Werte wie die Zellen aus Japan.

Wann darf ich eine Batterie auf keinen Fall mehr verwenden?

Wenn sie außen beschädigt, verformt oder ausgelaufen ist. Am besten geschützt durch eine zusätzliche Hülle sollte sie schnellstmöglich der Batteriesammlung zugeführt werden.

Tragen Batterien ein Haltbarkeitsdatum?

Ja, wobei es sich um das Garantiedatum für die angegebene Klemmenspannung handelt. Ist dieses Datum abgelaufen, kann die Batterie unter Umständen den gewünschten Dienst nicht mehr erbringen.

Muss ich das Ladegerät vom Netz trennen, wenn es nicht gebraucht wird?

Werden Akkus eingesetzt, so kann in einigen Geräten die Summe der Nennspannungen (1,2 Volt je Akku) die für den Betrieb des Gerätes notwendige Spannung (z.B. 6 Volt) unterschreiten. Mit vier Primärzellen wird diese Spannung jedoch erreicht. Für wiederaufladbare Alkalimangan-Zellen gibt es dagegen keine technisch bedingte Begründung für einen Ausschluss, da sie, wie Primärzellen, 1,5 Volt haben. Bitte erkundigen Sie sich im Zweifelsfall beim Hersteller oder Händler nach einer Begründung.

Wie teste ich einen Akku?

Akkus altern ab dem Zeitpunkt der Produktion. Besonders tiefe Entladung und die Anzahl der Lade- und Endladevorgänge beeinflussen die Lebensdauer enorm. Aus diesen Gründen ist es nur natürlich, dass Akkus mit der Zeit an Kapazität verlieren. Dies drückt sich durch verkürzte Reichweiten oder Betriebsdauern aus. Um einen Akku zu testen, wird ein Akku zunächst vollständig geladen und dann wird der entnommene Strom gemessen. Dieser Test ist sehr zeitaufwendig. Ein Schnelltest ist nicht möglich, um die Kapazität zu ermitteln. Gern führen wir einen Kapazitätstest (Leistungstest) für Ihren Akku durch. Bitte sprechen Sie uns hierfür gesondert an.

Wofür steht das Kürzel "VdS"?

VdS steht für „Verband der Sachversicherer e.V.“. Durch den VdS werden die für die Sicherheitstechnik relevanten Akkus geprüft. Erfüllt ein Akku die Anforderungen des VdS, so erhält der Akku-Typ ein „Zertifikat über die Anerkennung von Bauteilen und Systemen“. Das „VdS“-Zertifikat hat sich in Deutschland zu einem wichtigen Qualitätsindikator für die Branche Sicherheitstechnik entwickelt.

Wie viel kostet die Reparatur des Akkus?

Eine Preisangabe ist ohne eine vollständige Überprüfung nicht möglich. Erst muss der Akku getestet werden, anschließend wird ein Kostenangebot erstellt. Als Anhaltspunkt können Sie jedoch von einer maximalen Reparaturhöhe von 60% des Neuteilpreises ausgehen.

Wie lange habe ich nach einer Reparatur Garantie?

Unsere Arbeit und das verwendete Material unterliegt der gesetzlichen Gewährleistung. Was heißt das?

Gewährleistung…
… ist ein gesetzlich definierter Anspruch des Kunden gegenüber dem Verkäufer. Der Verkäufer muss dem Kunden beweisen, dass er seine Ware ohne Mängel übergeben hat.

Das gilt aber nicht für die gesamte Gewährleistungsfrist, sondern nur für die ersten sechs Monate. Danach kehrt sich die Beweislast um und der Kunde muss dem Verkäufer beweisen, dass bei der Übergabe der Kaufsache bereits ein Mangel vorlag oder angelegt war.

Die Gewährleistungszeit beträgt bei neuen Geräten 2 Jahre.

Für Unternehmer gilt: Handelt der Kunde als Unternehmer, beträgt die Gewährleistungsfrist auch bei neuer Ware ein Jahr ab Erhalt der Ware.

Warum dauert die Überprüfung so lange?

Um den Akku fachmännisch zu püfen, muss er vollständig geladen werden, um ihn anschließend komplett zu entladen. Nur so können wir die effektive Leistung des Akkus ermitteln. Die Ladezeiten betragen meist zwischen 5 und 10 Stunden (je nach Akkutyp). Durch lange Lagerung (z.B. in den Wintermonaten) kann es vorkommen, dass die verschiedenen Zellen des Akkus unterschiedlich „voll“ sind. Vor einem Kapazitätstest müssen daher alle Zellen aufwändig auf das gleiche Ladungsniveaus angeglichen werden.

Der Akku hat keine Leistung mehr, kann man ihn noch reparieren?

Natürlich! Eine Reparatur ist möglich. Allerdings sollte eine Überprüfung bei uns klären, ob sie auch finanziell sinnvoll ist. Falls zu viele Zellen betroffen sind, kann der Austausch des gesamten Akkus durchaus günstiger sein. Anders sieht das aus bei Premium-Herstellern, wie z.B. Bosch, Panasonic, TranzX oder BionX. Bei Akku-Preisen von 600 Euro und darüber hinaus ist eine Reparatur in jedem Fall deutlich günstiger.

Der Akku lässt sich nicht mehr laden, kann das repariert werden?

Es hängt davon ab, ob der Fehler am Akku liegt oder vielleicht doch am Ladegerät. Ein Lader ist meist so günstig als Ersatzteil zu bekommen, dass sich eine Reparatur nicht lohnt.
Beim Akku liegt das Problem häufig an der eingebauten Elektronik (BMS). In einem solchen Fall können wir Ihnen natürlich helfen.

Nach einem Zellentausch habe ich den Akku wiederbekommen, aber er ist immer noch sehr schnell leer. Sind die neuen Zellen auch defekt?

Neue Zellen müssen eingefahren werden. Laden Sie Ihren Akku daher vollständig auf und fahren Sie ihn anschließend ganz leer, bis er selbstständig keine Unterstützung mehr bringt. Wiederholen Sie dies in der Anfangsphase mindestens 5 Mal. Danach können Sie Ihren Akku beliebig nachladen.

Es kann auch ein Fehler am Fahrrad vorliegen, wodurch der Akku sehr schnell entladen wird. Bitte lassen Sie Ihr Fahrrad von Ihrem Händler überprüfen.

Ich habe meinen Akku nach einer Reparatur wiederbekommen, aber er ist immer noch schwächer, als ein Neuer. Liegt das an den Zellen?

Bedingt ja. Die neuen Zellen benötigen einige Lade- und Entladezyklen, bis sie ihre volle Leistung abgeben können. Laden Sie bitte daher die ersten 3 Mal Ihren reparierten oder neuen Akku vollständig auf und fahren Sie ihn anschließend vollständig leer.
Nach dieser Einregelung können Sie die Batterie dann beliebig nach jeder Fahrt laden.

Ich weiß nicht, ob das Fahrrad defekt ist, oder nur der Akku. Kann ich mein Fahrrad bei ihnen zur Überprüfung vorbei bringen?

Leider haben wir keine Möglichkeit, Ihr Fahrrad komplett zu prüfen. Ihr Zweirad müssten sie bei Ihrem Fachhändler prüfen lassen. Den Akku testen wir Ihnen aber natürlich gerne.

Muss ich mein Ladegerät mitschicken?

Ja! Für eine Überprüfung benötigen wir das originale Ladegerät, damit wir feststellen können, ob ein Fehler im Akku oder im Ladegerät auftritt. Eine häufige Ursache für die geringere Kapazität der Batterie ist ein kaputtes Ladegrät.

Soll man den Akku bei längerer Nichtnutzung aus dem Gerät herausnehmen?

Dies ist empfehlenswert, da auch bei ausgeschaltetem Gerät geringe Ströme fließen und den Akku entladen können. Nicht erforderlich ist ein Ausbau des Akkus, wenn er an einem hochwertigen Ladegerät angeschlossen ist, das permanent den optimalen Ladezustand aufrechterhält.

Sind Akkus gesundheits- oder umweltschädlich?

Bei richtigem Umgang mit dem Akku und der Beachtung der Sicherheitshinweise (z.B. in der Gebrauchsanweisung) sind keine Gesundheitsschäden zu befürchten. Akkus bergen insofern Gesundheitsgefahren, als sie z.B. als Elektrolyt ätzende verdünnte Schwefelsäure enthalten und unter elektrischer Spannung stehen. Daher ist es wichtig, die Sicherheitshinweise genau zu lesen und anzuwenden. Umweltschädlich sind Akkus nicht, wenn sie entsprechend der gesetzlichen Bestimmungen entsorgt werden. Dabei werden wichtige Rohstoffe wie z.B. das Blei wiederverwertet und Ressourcen geschont. Was nicht recycelt werden kann, wird fachgerecht entsorgt.

Ist ein neuer Akku sofort einsetzbar?

AKKUfit Rostock Vertrieb- & Einzelhandel Berger liefert „frische“, voll geladene Akkus, die sofort einsetzbar sind. Es ist jedoch grundsätzlich empfehlenswert, Akkus vor der ersten Benutzung nochmals aufzuladen. Seine volle Kapazität erlangt ein Akku erst nach mehreren Lade- und Entlade-Zyklen.

Wie pflegt man einen Akku?

Durch die richtige Handhabung und Pflege erreicht man eine lange Lebensdauer des Akkus. Hier einige Tipps von AKKUfit Rostock Vertrieb- & Einzelhandel Berger für ein langes Akku-Leben: Laden Sie den Akku nach jedem Gebrauch so bald wie möglich wieder mit einem dafür ausgelegten AGM-Ladegerät auf (AGM = Absorbed Glass Mat). Der Akku darf nicht (teil-)entladen bleiben. Die Umgebungstemperatur beim Laden sollte nicht höher als 25°C sein. Auch unbenutzte Akkus sollten alle 3 Monate nachgeladen werden. Entladen Sie den Akku nicht zu weit, denn Tiefentladungen (unter 80% der Nennkapazität) verkürzen die Lebensdauer. Nutzen Sie den Akku nur für solche Anwendungen, für die er hinsichtlich Spannung und Kapazität geeignet ist. Lagern Sie den Akku voll aufgeladen in einem kühlen, frostfreien und trockenen Raum und laden Sie ihn alle 3 Monate nach.

Wodurch wird die Kapazität eines Akku verringert?

Die Kapazität kann sich aufgrund zu niedriger Temperatur verringern. Für Blei-Akkus liegt die empfohlene Betriebstemperatur zwischen 10°C und 30°C. Wird der Akku bei niedrigeren Temperaturen betrieben, verringert sich die Kapazität. Auch die Alterung des Akkus verringert die Kapazität, da durch chemische Abläufe eine fortschreitende Korrosion im Akku stattfindet. Je älter der Akku ist, desto größer sind die Korrosionsschäden und desto geringer wird die Kapazität.

Wodurch wird die Lebensdauer eines Akku verkürzt?

Hier spielt die Temperatur eine große Rolle. Für Blei-Akkus liegt die empfohlene Betriebstemperatur zwischen 10°C und 30°C. Optimal ist eine Betriebstemperatur von 20°C ± 5°C. Durch höhere Temperaturen verkürzt sich die Lebensdauer des Akkus. Auch Tiefentladungen (unter 80% der Nennkapazität) lassen einen Akku altern. Daher ist er nach jeder Entladung, auch wenn nur teilweise entladen wurde, wieder aufzuladen. Der Akku darf nicht (teil-)entladen bleiben!

Was ist ein Batterie-Management-System?

Das Batterie-Management-System (BMS) steuert und regelt alle Abläufe im Akku. Während des Fahrens kontrolliert das System, dass keine zu hohen Ströme abfließen, sich die Zellen gleichmäßig entleeren, und nicht zu heiß werden. Ein gutes BMS kann die Lebensdauer eines Akkus verdoppeln. Besonders wichtig ist die Temperaturkontrolle: Bei Hitze verschleißen die Zellen nicht nur schneller, im schlimmsten Fall kann sich der Akku selbst entzünden. Bei langen oder besonders steilen Bergauffahrten schaltet das BMS den Antrieb daher ab, wenn’s kritisch wird. Das verursacht zwar mitunter ärgerliche Pausen auf der Tour, schützt aber den E Bike Akku vor dem Hitzetod – und den Fahrer eventuell vor Verletzungen. Die Qualität eines BMS im Akku ist zwar von außen kaum erkennbar, doch es gibt Anhaltspunkte. Ein aufwendiges Display mit genauer Ladestandsanzeige und Reichweitenvorhersage deutet auf ein gutes BMS hin. Sitzt am Lenker nur eine kleine Konsole mit Ein- und  Ausschalter und ein paar Leuchtdioden – häufig bei preisgünstigen  Pedelecs – ist höchstwahrscheinlich kein aufwendiges BMS an Bord.

Funktionieren Pedelecs bei Kälte?

Im Akku befindet sich ein Medium aus Metallverbindungen. Hier laufen chemische Prozesse ab, die Energie bereitstellen – und diese Prozesse sind meist temperatursensibel. Bei Kälte laufen sie gar nicht oder nur langsam ab, bei großer Hitze eventuell sehr schnell oder gar unkontrolliert. Nehmen sie bei Temperaturen unter 10 Grad den Akku mit ins Warme und setzen sie ihn erst kurz vor der Fahrt ein. Aktuelle Messungen der Sachverständigenorganisation DEKRA ergaben, dass die Reichweite bei Kälte auch stark von der Qualität des Akkus abhängt. Ein hochwertiger Marken-Akku büßte auch bei 0° Celsius kaum an nutzbarer Kapazität ein. Der Akku eines Discount-Pedelecs dagegen ließ deutlich nach.

Muss ein Akku ganz leer sein, wenn ich ihn ein paar Wochen nicht benutze?

Nein, keinesfalls! Der Akku verzeiht es nicht, wenn er in vollständig leerem Zustand längere Zeit gelagert wird. Der Grund: Auch wenn ein Akku nicht in Gebrauch ist, entlädt er sich weiter. Diese Selbstentladung ist gering, führt mit der Zeit aber zu einer schädlichen Tiefentladung. Ist ein Akku einmal tiefentladen, kann er irreparabel beschädigt sein und Sie müssen einen neuen kaufen. Wer einen Akku längere Zeit lagert, sollte ihn in einem trockenen Raum bei etwa 10 bis 15 Grad aufbewahren. Der Akku sollte zu Beginn der Lagerung etwa zu 50 Prozent geladen sein, dann altert er am wenigsten. Fahren Sie den Akku also vor der Ruhephase halb leer  und kontrollieren Sie den Ladezustand dann etwa alle acht Wochen.

Muss der Akku immer ganz leer gefahren werden, bevor ich ihn wieder auflade?

Die modernen Lithium-Ionen-Akkus von Pedelecs bieten nicht nur ein gutes Verhältnis von Energie zu Gewicht, sie haben noch weitere Vorteile. Einer der wichtigsten: Den berühmten Memory-Effekt können Sie vergessen. Li-Ion-Akkus verlieren nicht an Kapazität, wenn sie nur teilweise geladen werden. Sie tolerieren das Zwischenladen – es ist sogar besser, wenn der Akku nicht jedes Mal ganz leer gefahren wird. Fahren Sie Ihren Akku nur etwa alle zwei Monate ganz leer und laden Sie ihn dann wieder komplett voll. Diesen kompletten Vorgang braucht das Batterie-Management-System, um den aktuellen Zustand des Akkus zu erkennen. Nur so kann die Ladezustandsanzeige korrekte Werte anzeigen – und Sie stehen auf Tour nicht plötzlich mit leerem e-bike Akku da. Übrigens: Lassen Sie sich nicht von den 500 bis 1.000 Ladezyklen irritieren, die der Hersteller garantiert. Zwei Ladevorgänge mit 50 Prozent  oder vier mit 25 Prozent sind auch nur ein Ladezyklus von 100 Prozent.

Wie kann ich meinen Akku pflegen?

Außer unsere Fahr-, Lade- und Lagertipps zu beachten, können Sie nicht viel tun – aber einiges unterlassen:
Lassen sie den E-Bike Akku nicht fallen und reinigen Sie das Pedelec nicht mit einem scharfen Wasserstrahl oder – noch schlimmer –  einem Dampfstrahler. Wasser könnte in die elektrischen Bauteile eindringen– und wer schon einmal Kaffee über sein Laptop geschüttet hat, weiß, was das bedeutet … Ist das Akku-Gehäuse verschmutzt, wischen Sie es nur mit einem feuchten Lappen ab. Die Kontakte reinigen Sie am besten nur mit einem trockenen, saugfähigen Tuch.

Sind Akkus wirklich so gefährlich, wie man oft liest?

Komplett ungefährlich sind Pedelec-Akkus nicht, Brände kommen jedoch nur in Ausnahmefällen vor – meist ist
dabei falscher Umgang oder unsachgemäße Herumbastelei die Ursache. Darum: Bohren Sie einen Akku nicht an, klemmen Sie nichts daran fest und versuchen Sie nicht, ihn zu öffnen – auch wenn Sie ihn nicht mehr brauchen. Akkus ohne intelligentes Batterie-Management-System verzeihen es auch nicht, wenn man Plus- und Minuspol durch einen Metallgegenstand (Hausschlüssel) oder Nässe kurzschließt – sie revanchieren sich mit unkontrollierbaren Reaktionen. Besitzen Sie einen hochwertigen Akku, der die gesetzlichen Anforderungen erfüllt (CE-Prüfsiegel) und behandeln Sie ihn sorgsam, können Sie jedoch ganz beruhigt sein. Kennzeichen für hohe Batteriesicherheit ist zum einen das BATSO-Siegel. Manche großen Hersteller – etwa die Firma BMZ oder Bosch – haben dieses Siegel nicht, prüfen jedoch in ihren eigenen Laboren nach teils sogar strengeren Kriterien. Hersteller von Qualitätsprodukten testen und prüfen sehr aufwendig. Als Käufer kann man das an bisweilen ausgeklügelten Steckersystemen erkennen – und vor allem an höheren Preisen. Von billigen Importprodukten
ohne Qualitätssicherung in Deutschland oder Europa sollten Sie aber im eigenen Interesse lieber die Finger lassen.

Kann ich ein fremdes Ladegerät verwenden, wenn es den gleichen Stecker aufweist wie mein Original?

Das kommt darauf an. Seriöse Hersteller verwenden eigene Stecker mit einem speziellen Kontaktbild oder haben sich mit anderen Herstellern, die dasselbe System verwenden, auf einen Stecker geeinigt. Bosch-Akkus etwa können Sie mit Bosch-Ladegeräten mit passendem Stecker laden, auch wenn das Rad von einem anderen Hersteller ist. Ebenso ist es bei Panasonic und einigen anderen Herstellern. GoSwiss-Drive und weitere Anbieter verhindern „unpassendes“ Laden durch das Energybus-System. Diese Stecker rasten magnetisch ein, und der Ladestrom wird nur freigegeben, wenn die Geräte kompatibel sind. Vorsicht ist geboten bei billigen Steckerlösungen – vor allem an günstigen Import-Pedelecs ohne europäische Qualitätssicherung. Werden diese untereinander getauscht, sind Kurzschlüsse und Selbstentzündung des Akkus nicht ausgeschlossen. Haben Sie Zweifel, verwenden Sie lieber ausschließlich das mitgelieferte Ladegerät.

Können E-Bike Akkus auslaufen?

Nein. Lithium-Ionen-Akkus, die bei hochwertigen Pedelecs zum Einsatz kommen, sind innen trocken
im Gegensatz zu den alten, mit Batteriesäure befüllten Blei-Akkus, die seit vielen Jahrzehnten und auch heute noch beispielsweise in Autos eingebaut werden.

Wie berechnet man die Ladezeit?

Ladezeit (z.B. 2,66h) = Kapazität Akku (z.B. 1900mAh) x Ladefaktor 1,4 : Ladestrom Ladegerät (z.B. 1000mAh)

Was ist der Vorteil von Li-Ion Akkus?

Li-Ion Akkus haben keinen Memoryeffekt, eine höhere Energiedichte und sind daduch leistungsfähiger, kleiner und leichter gegenüber den anderen Akkusystemen.

Welche Hauptakkusysteme gibt es?

Li-Ion, Ni-Cd, Ni-MH, Blei

Wie ist die Handhabe von Li-Ion Akkus?

Kein häufiges Kurzladen in Smartfones, Laptops, Tablets da jeder Ladevorgang als Ladezyklus gewertet wird und damit die Lebensdauer reduziert wird. Dennoch darauf achten, den Akku von Zeit zu Zeit (eine Empfehlung ist zwei Mal im Monat) zu entladen und wieder aufzutanken, sonst kann es passieren dass der ungenutzte Akku sich zu tief entlädt und sich überhaupt nicht mehr aufladen lässt.
Sobald der Akku eine Restkapazität von ca. 15- 20 Prozent hat, sollte er geladen werden um der bereits erwähnten Tiefentladung vorzubeugen. „Intelligente“ Smart-Akkus sollten trotzdem von Zeit zu Zeit komplett entladen werden, um Messwerte die von der Elektronik für eine korrekte Anzeige von Kapazität und Laufzeit erfasst werden zurück zu setzen.

Was sind technisch gesehen die besten Akkus?

Trotz ihres Memory-Effekt gehören NiCd zu den belastbarsten Akkus und verfügen über die am höchsten möglichen Ladezyklen.
Zudem kommt der Memory-Effekt bei neueren Akkus besserer Qualität nicht mehr vor. Nickel-Metall-Hydrid-Akkus hingegen punkten gegenüber NiCd mit einem enormen Umweltvorteil. Bei NiMH tritt ebenfalls so etwas wie ein Memory-Effekt auf,
der auch als Lazy-Batterie-Effekt bezeichnet wird. Hierbei vermindert sich zwar die Kapazität nicht direkt, sondern die Spannung der Zelle.